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Neurodermitis

Basistherapie bei Neurodermitis

Bonn, 06.12.18 Experten haben vor kurzem eine neue Behandlungsleitlinie erarbeitet, die die Lebensqualität bei Neurodermitis deutlich verbessern soll1. Einer der wichtigsten Punkte ist die zweimal tägliche Basispflege der Haut. Drei Dinge sollten Patienten dabei unbedingt beherzigen: Eine geeignete Pflege wählen, genügend Creme auftragen und Hygieneregeln beachten.

Ein Grundproblem bei Neurodermitis ist die gestörte Hautbarriere. Die Folge ist eine zu trockene, raue und ständig juckende Haut. Ziel der Basistherapie ist es daher, die Haut glatter und geschmeidiger zu machen, den Feuchtigkeitshaushalt zu verbessern und so die Empfindlichkeit der Haut zu senken. Dafür eignen sich so genannte Emollienzien, am besten solche, die extra zur Basistherapie bei Neurodermitis ausgewiesen sind.

Regel Nr. 1: Wenige, dafür sinnvolle Inhaltsstoffe

Emollienzien enthalten meist ein Feuchthaltemittel wie Glycerin oder Harnstoff sowie filmbildende Substanzen wie Paraffin und Vaseline.1 Sie verbessern den Zusammenhalt der Hornzellen in der Hautbarriere, sorgen für eine glattere Hautoberfläche und verringern den Wasserverlust aus den äußeren Hautschichten. Dass dadurch tatsächlich die Häufigkeit und Schwere von Ekzemschüben verringert werden kann, haben Studien gezeigt,2,3. Wichtig ist es, dass keine reizenden oder allergieverdächtigen Stoffe in den Emollienzien enthalten sind, etwa Farb- oder Duftstoffe.

Regel Nr. 2: Konsequent und nicht zu sparsam

Die Basistherapie muss täglich morgens und abends durchgeführt werden, auch wenn der Zeitaufwand oftmals lästig ist. Ein seifenfreies, rückfettendes Duschöl ist bei Neurodermitis kein Ersatz für das Eincremen. Die Basispflege sollte am besten direkt nach dem Abtrocknen am ganzen Körper und nicht zu sparsam aufgetragen werden. Als Anhaltspunkt dient der Verbrauch pro Woche: Er sollte laut Leitlinie bei Erwachsenen ungefähr 500 Gramm, bei Kleinkindern 100 Gramm betragen.

Regel Nr. 3: Hygienisch einwandfrei

Die Haut ist bei Neurodermitis überdurchschnittlich häufig von schädlichen Bakterien besiedelt, die Entzündungen hervorrufen können. Umso wichtiger ist es, auf Hygiene zu achten. Dazu gehört es, die Hände vor dem Eincremen gründlich zu waschen und die Fingernägel kurz und sauber zu halten. Basispflegeprodukte in Tube oder Spender sind zu bevorzugen. Tiegel mit breitem Deckel sind aufgrund der großen Oberfläche anfällig für Verschmutzungen. Cremetuben müssen nach der Anwendung direkt wieder verschlossen werden. Sie sollten weder in der Sonne noch über der Heizung liegen. Eine gute Idee ist es, die Basispflege im Kühlschrank zu lagern. So hat sie beim Eincremen gleichzeitig eine Juckreiz stillende Wirkung.

Worauf Betroffene bei der Basispflege außerdem achten sollten und warum konsequentes Cremen so wichtig ist, beschreibt die neu überarbeitete Broschüre „Hautpflege – die Basistherapie bei Neurodermitis“. Sie wurde mit Unterstützung der Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH realisiert und kann kostenfrei postalisch oder im Internet angefordert werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-neurodermitis.de.

Quellen:

1Bis 12/2018 aktuelle AWMF-Leitlinie Neurodermitis, https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/013-027l_S2k_Neurodermitis_2016-06-verlaengert.pdf

2Tiplica G et al. Prevention of Flares in Children with Atopic Dermatitis with Regular Use of an Emollient Containing Glycerol and Paraffin: A Randomized Controlled Study. Pediatric Dermatology (2017);34(3):282-289.

3Tiplica G et al. The regular use of an emollient improves symptoms of atopic dermatitis in children: a randomized controlled study. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology (2018); 32(7):1180-1187.

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