Presse

Neurodermitis

Bonn, 07.08.17 Menschen mit Neurodermitis scheuen sich oftmals, Sonnenschutzmittel zu verwenden, da manche Produkte bei ihnen das Hautbild verschlechtern und sogar einen Krankheitsschub auslösen können. Dabei ist gerade neurodermitiskranke Haut besonders sonnenempfindlich. Ein maßvoller Umgang mit der Sonne und Sonnenschutzmittel, die speziell für atopische Haut entwickelt wurden, helfen aus dem Dilemma.

Bei Neurodermitis fehlen der Hautbarriere wichtige Fette und Eiweiße, die normalerweise für Stabilität sorgen und die Haut vor Schadstoffen und Allergenen schützen. So gelangen auch UV-Strahlen leichter als bei Hautgesunden in die tieferen Hautschichten. Die Gefahr von Sonnenbrand, vorzeitiger Hautalterung und Zellschäden ist daher bei Neurodermitispatienten besonders groß. Eine zu hohe UV-Belastung kann außerdem zu Ekzemschüben führen. Betroffene sollten daher auf einen zuverlässigen Sonnenschutz achten. Am besten bleiben sie während der sonnenintensivsten Zeit möglichst im Schatten und tragen lange, lockere Kleidung. Zusätzlich sollten sie Sonnenschutzmittel verwenden, die den besonderen Bedürfnissen ihrer Haut gerecht werden.

Das müssen Sonnenschutzmittel für Neurodermitispatienten können

Ein sicherer Breitbandschutz vor UVA- und UVB-Strahlen ist notwendig, aber nicht ausreichend. Eine Vielzahl der üblichen Inhaltsstoffe von Sonnenschutzmitteln, wie zum Beispiel Duft- und Konservierungsstoffe, ist zwar für die gesunde Haut unproblematisch, nicht aber bei Neurodermitis. Reizende oder allergieverdächtige Stoffe können leicht in die geschädigte Hautbarriere eindringen und zu Hautirritationen führen. Sonnenschutzmittel für Neurodermitispatienten sollten daher keine problematischen Lichtschutzfilter, Duftstoffe und Konservierungsmittel enthalten. Sinnvoll sind hingegen Fette und andere Pflegesubstanzen, die Feuchtigkeit spenden, die Haut stabilisieren und ihre natürlichen Abwehrmechanismen unterstützen. Pflanzliche Wirkstoffe können dabei helfen: Studien haben gezeigt, dass Arzneihafer1 (Arzneipflanze des Jahres 2017) die Neubildung so genannter polarer Lipide und wichtiger Fettsäuren in der Hautbarriere fördert, diese stabilisiert und so die Zellabwehr gegen UVA-Strahlen stärkt. Ferner aktiviert er zelleigene Enzyme, die UV-bedingten Zellschäden und oxidativem Stress entgegenwirken. Im Gegensatz zu vielen anderen Naturstoffen enthält der Extrakt aus Junghafer1 nach neuesten Analyseverfahren kaum Proteine, besitzt daher praktisch kein allergenes Potenzial und ist deshalb auch für fragile und allergische Haut geeignet.

Ausführliche Informationen enthält die Broschüre „Hautpflege – die Basistherapie bei Neurodermitis“. Sie wurde mit Unterstützung der Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH realisiert und kann kostenfrei postalisch oder im Internet angefordert werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-neurodermitis.de.

1Rhealba® Junghafer

Quellen:

Newsletter

Newsletter
mit dem Newsletter der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Wir informieren Sie regelmäßig über interessante Themen und neue Broschüren, die Sie kostenlos bestellen können. Auch bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihre Erfahrung bei der Entwicklung und Verbesserung von Produkten einzubringen.

Aktuelle Pressemeldung

Wichtige Tipps für das tägliche Eincremen

Basistherapie bei Neurodermitis

Bonn, 06.12.18 Experten haben vor kurzem eine neue Behandlungsleitlinie erarbeitet, die die Lebensqualität bei Neurodermitis deutlich verbessern soll1. Einer der wichtigsten Punkte ist die zweimal tägliche Basispflege der Haut. Drei Dinge sollten Patienten dabei unbedingt beherzigen: Eine geeignete Pflege wählen, genügend Creme auftragen und Hygieneregeln beachten.

Weiterlesen ...

DHA auf Twitter