Behandlungskonzept

Basistherapie

Antientzündl. Therapie

Systemische Therapie

Weitere Therapien

Broschüre: Basispflege und Therapie bei Neurodermitis

Mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen kurz die Hintergründe Ihrer Erkrankung erläutern und aufzeigen, mit welchen Therapien und aktuellen Behandlungsstrategien sich der Hautzustand langfristig verbessern und Ekzemschübe wirkungsvoll verzögern und abschwächen lassen.


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Behandlungskonzept

 Systemische Therapie (Stufe 4)

Bei sehr schweren Krankheitsverläufen, wenn eine topische Therapie nicht anschlägt, können systemische Medikamente verordnet werden, die das Immunsystem regulieren und damit den Entzündungsprozess stoppen. Die Einnahme solcher immunsuppressiven Medikamente ist jedoch mit einem hohen Risiko für Nebenwirkungen verbunden. Deshalb muss der behandelnde Arzt individuell für jeden Patienten die exakte Dosierung bestimmen und dessen gesamten Gesundheitszustand engmaschig kontrollieren.

Für die Behandlung der Neurodermitis bei Kindern sind die meisten dieser Medikamente nicht geeignet.

Proaktive Therapie

Um Krankheitsschüben und Entzündungen vorzubeugen, hat sich das Prinzip der proaktiven Therapie bewährt.

Die regelmäßige ärztliche Kontrolle des Krankheitsverlaufs ist Teil der proaktiven Therapie. Die Praxiserfahrung zeigt, dass sich dadurch viele Patienten besser an die Therapieempfehlungen halten und die Basistherapie konsequenter durchführen.

Untersuchungen der neurodermitiskranken Haut haben gezeigt, dass – u. a. bedingt durch den Mangel an Filaggrin und Ceramiden – die Barrierefunktion der Haut auch in erscheinungsfreien Zeiten gestört ist. Deshalb ist die konsequente Basistherapie ein so wichtiger Bestandteil der Behandlung. Außerdem hat man festgestellt, dass selbst bei nicht sichtbarem Ekzem die Zahl der Entzündungszellen der Haut erhöht ist. Dieser Tatsache trägt die proaktive antientzündliche Therapie Rechnung. Nach Abklingen des Ekzems wird die antientzündliche topische Therapie in einer niedrigen Dosierung fortgesetzt. Auf diese Weise werden bereits minimale Entzündungsreaktionen unterbunden und das volle Aufblühen des Ekzems kann in den meisten Fällen verhindert werden.

Der Hautarzt legt die genaue Dosierung und Anwendungshäufigkeit der Salbe während dieser Anschlusstherapie fest und kontrolliert in regelmäßigen Abständen den Therapieverlauf. Er passt gegebenenfalls die Dosierung an und bestimmt, ob und wann die Therapie langsam ausgeschlichen wird.