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Neurodermitis

Neue Behandlungsmöglichkeit für Ekzeme bei Neurodermitis

Bonn, 12.12.17 Bei Neurodermitis kommt es auch bei noch so guter Hautpflege immer wieder zu Ekzemschüben. Oftmals heften sich Bakterien an die betroffenen Hautstellen, lösen Entzündungen aus und verschlimmern damit den Krankheitsverlauf. Eine neue Behandlungsmöglichkeit setzt hier an: Als Schutzschild gegen Bakterien.

Neurodermitis ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die durch verschiedene Auslöser wie zum Beispiel Kälte, Schwitzen oder ein Allergen aufflammen kann. Einzelne Hautareale sind dann extrem trocken, schuppig und rissig. Insbesondere das Bakterium Staphylococcus aureus heftet sich gern an offene Hautstellen und kann zu so genannten Superinfektionen führen. Fast immer kommt es zu einem unerträglichen Juckreiz, der die Lebensqualität massiv beeinträchtigt.

Atmungsaktive Hautpflege und Behandlung in einem

Aktuelle Untersuchungen1 haben gezeigt, dass bereits viel gewonnen ist, wenn sich keine schädlichen Keime auf den Ekzemen niederlassen können. Die Ekzeme vollständig abzudichten, ist allerdings nicht wünschenswert, da dies unter anderem zu einem entzündungsfördernden Hitzestau führen würde. Damit der Luft- und Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet bleibt, gilt es, das Prinzip eines atmungsaktiven Pflasters nachzuahmen. Eine neue Behandlungsmethode verbindet beides miteinander: Sie hält Bakterien fern2, lässt aber Luft und Feuchtigkeit durch. Das gelingt mithilfe von Polysacchariden (Vielfachzucker), die sich wie ein Gitter auf die geschädigte Haut legen. Die Therapie, die direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen wird, kann bei leichten und mittelschweren Ekzemen bereits ausreichen und eine weitere Behandlung überflüssig machen.

Doppelt wirkt besser

Bei ausgeprägten Ekzemen ist eine Kombination mit wirkstoffhaltigen Standardpräparaten sinnvoll. Je nach Schweregrad werden meist kortisonhaltige Salben oder das Immunsystem beruhigende Wirkstoffe, so genannte Calcineurininhibitoren, eingesetzt. Dabei wird zuerst das Therapeutikum und im zweiten Schritt die Bakterien abweisende Creme aufgetragen. Untersuchungen haben gezeigt, dass Ekzeme bei kombinierter Behandlung mit einer Kortisonsalbe besser abklingen und dass der Juckreiz spürbar zurückgeht1. Wichtig ist es, die Behandlung auch nach dem Abheilen der Ekzeme für eine Weile weiterzuführen, um einen Rückfall zu vermeiden.

Tipps und Informationen

Die Broschüre „Hautpflege – die Basistherapie bei Neurodermitis“ beschreibt ausführlich, warum das tägliche Eincremen bei Neurodermitis so wichtig ist und worauf Patienten bei der Auswahl eines Pflegeproduktes achten sollten. Erläutert wird außerdem die so genannte Stufentherapie, nach der Ekzeme unterschiedlicher Schweregrade behandelt werden. Eine Fülle praktischer Tipps von der Hautreinigung bis zum Vermeiden von Provokationsfaktoren rundet das Informationsangebot ab. Die Broschüre wurde mit Unterstützung der Pierre Fabre Dermo-Kosmetik GmbH realisiert und kann kostenfrei postalisch oder im Internet angefordert werden: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-neurodermitis.de.

Quellen:
(1) Klinische Studie zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Dexyane MeD (Medizinprodukt Klasse 2a) in Kombination mit einem topischen Kortikoid. Multizentrische, randomisierte, offene, kontrollierte Studie mit 54 Patienten mit moderater bis starker AD, 2x tägliche Anwendung über 10Tage. Posterbeitrag, vorgestellt auf dem EADV-Kongress in Genf 09/2017.
(2) Ex vivo Studie an menschlichen Hautexplantaten über die Hemmung der Anhaftung von Staphylococcus aureus an die Haut. Literatur beim Verfasser erhältlich.

Kontakt

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Heilsbachstr. 32
53123 Bonn
+49 228 / 3 67 91-0
+49 228 / 3 67 91-90
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Bakterien müssen draußen bleiben

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