Broschüre: Basispflege und Therapie bei Neurodermitis

Mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen kurz die Hintergründe Ihrer Erkrankung erläutern und aufzeigen, mit welchen Therapien und aktuellen Behandlungsstrategien sich der Hautzustand langfristig verbessern und Ekzemschübe wirkungsvoll verzögern und abschwächen lassen.


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Neurodermitis Behandlung

Die Therapie richtet sich nach dem aktuellen Hautzustand. Aber auch das Alter des Patienten, der Krankheitsverlauf sowie die örtliche Lage des Ekzems spielen eine Rolle.

Auch wenn das Krankheitsbild der Neurodermitis individuell ganz verschieden ist, gibt es doch einige wesentliche Kriterien, mit deren Hilfe der Hautarzt meist ohne Schwierigkeiten die Diagnose Neurodermitis stellen kann. Dazu gehören u. a. die typische Verteilung und Lokalisation des juckenden Hautausschlags, die allgemein trockene Haut sowie bekannte atopische Erkrankungen innerhalb der Familie.

Zur Festlegung der Behandlungsstrategie wird der Arzt den Schweregrad der Erkrankung ermitteln. Dazu gibt es ein spezielles Bewertungssystem, das die Intensität und Ausdehnung der Ekzeme und auch subjektive Beschwerden wie Stärke des Juckreizes und Schlaflosigkeit erfasst. Außerdem wird der Arzt eine allergologische Diagnostik durchführen, um festzustellen, ob Allergene die Neurodermitis verstärken.

Grundlegende Elemente der Therapie

  • Vermeiden der Provokationsfaktoren
  • Konsequente Pflege als Basistherapie auch in beschwerdefreien Zeiten, um die Barrierefunktion der Haut zu unterstützen
  • Antientzündliche Therapie zur Linderung eines Ekzemschubs und langfristig, um neue Schübe zu vermeiden (proaktive Therapie)

Abhängig vom Krankheitsbild und von den Untersuchungsergebnissen erstellt der Arzt einen individuellen Therapieplan. Üblicherweise wird die Therapie stufenweise den Krankheitsphasen und dem Entzündungsgrad der Haut angepasst.

Für die Behandlung der Neurodermitis wird eine stufenweise aufgebaute Therapie empfohlen, die sich nach dem Hautzustand des Patienten richtet.

Daneben gibt es noch weitere Verfahren zur Behandlung der Neurodermitis. Prinzipiell unterscheidet man zwischen einer topischen Therapie und einer systemischen Therapie. Bei der topischen Therapie wird das Medikament örtlich begrenzt z. B. in Form von Salben auf die betroffene Hautregion aufgetragen. Man spricht deshalb auch von einer Lokaltherapie. Die systemische Therapie erfolgt durch die Einnahme von Tabletten. Darüber hinaus haben sich einige nichtmedikamentöse Therapieverfahren als ergänzende Maßnahmen bewährt.